Heute ist der letzte Tag der St. Christina-Woche. Eine kurze Tour am Vormittag soll es werden, damit ich mittags zurück bin. Die Wahl fällt auf den Lech Sant oben auf der Alm, unweit von Seceda und dem Monte Pic.

Die Strecke ist schön und entspannt zu gehen. Wie geplant brauche ich ca 1.30 Std. zum See. Trotz Wolken und aufsteigendem Nebel spiegeln sich die Berge klar darin, und man weiß gar nicht so recht, wo der See aufhört und die Berge beginnen.

Ich mache mich auf den Rückweg. Die Nebel ziehen hoch, und es wird überraschend schnell kalt. Ich ziehe die Fleecejacke über und denke gerade auf meiner Windjacke herum, da ziehen die Nebelschwaden immer schneller hoch, und die Luft beginnt feucht zu werden. Gerade, als ich an der Gamsbluthütte bin, fallen erste Tropfen. Ich stelle mich unter und ziehe meine Regensachen an. Doch der Regen wird immer stärker, und ich beschließe, in die Hütte zu gehen und bei einem Cappuccino abzuwarten. Nach einer Viertelstunde regnet es immer noch.

Schweren Herzens trenne ich mich vom warmen Gasthaus und gehe hinaus in den Regen. Die erstem 50 Meter von der Hütte sind völlig von großem Arbeitsgerät zerfahren- eine tiefe Matschgrube, in der man besser nicht ausrutscht.

Vorsichtig warte ich durch den Matsch und stehe dann wieder auf dem Normalweg Richtung Tal. Ich gehe zügig, und der Regen wird, je tiefer ich komme, tatsächlich weniger. Wenige Wanderer kommen mir entgegen… einige mit Regenschirm, alle mit Regenjacke… die meisten pitschnass, und kaum jemand mit guter Laune. Erst in St. Christina tröpfelt es nur noch… aber wie sagt man… es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung…

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