Juchu, es geht endlich los! Dieses Garni hat schon un 7.30 Frühstück… und ich bin pünktlich. Noch pünktlicher war allerdings eine Gruppe von Koreanern, die hektisch das hervorragende Frühstücksbuffet plündern. Ich habe Zeit, trinke noch eine Kanne Tee und schwatze mit der Wirtin.

Kurz vor 9 breche ich dann auf – bei schönstem Tourwetter. Da die Strecke heute ohnehin nicht lang ist, schenke ich mir Sessellifte und Bahnen und gehe alles zu Fuß hoch: zuerst zu Monte Pana, und dann weiter auf breiten Forstwegen Richtung Platt- und Langkofel. Der Blick ist schön, die Strecke nicht besonders aufregend. Das ändert sich, je näher ich an den Berg komme… ein weiter Talboden tut sich auf, und obwohl ich die Aufstiegsspur zum Langkofel nicht gleich sehe und quer über eine Wiese muss, genieße ich Ruhe und Panorama. Oben auf dem Rundweg um die beiden Gipfel gibt es mehr Dolomitschotter, als ich in Erinnerung habe. Wo der Weg die Materialseilbahn für die Langkofelhütte trifft, mache ich erst mal Pause.

Von dort an sind die Wege gut besucht – und auch eher entspannt. Wenig Höhenmeter und eher breit, mit der Ausnahme zwischen Mont Sëuc und der Comicihütte… da ist die obere Spur nicht so richtig selbsterklärend. Da sie aber kaum an Höhe verliert und auch spannend, aber ungefährlich zu gehen ist, ist sie sicher auch mal für eine DAV-Gruppe geeignet.

An der Comicihütte angelangt, öffnet sich der Blick auf die Sella und zur Bergwelt des Grödnertals… grandios!

Die letzten 45 Minuten sind schnell gegangen – breite Wege und wiederum viel Betrieb. Der Weg durch die Steinernde Stadt ist sehr gut präpariert worden – ein Genuss-Spaziergang zwischen großen Felsbrocken.

Die Tour heute endet am ehemaligen Schutzhaus Sellajoch, heute ein 4 Sterne Hotel…  die Bar gegenüber serviert eine hervorragende Buchweizentorte mit Preiselbeeren – die Zeit, bis der Bus zum Pordoijoch eintrifft, muss ja irgendwie überbrückt werden…

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