Sunrise at Passo Pordoi

Am Passo Pordoi gibt die Sonne ihr Debut in den gewohnt blassgelben und blassroten Farben, mit der sie den Dolomit anstrahlt. Es ist kalt heute morgen, um die 0 Grad, und warm wird mir nur bei dem Anblick des Aufstiegs, den ich vor mir habe: ca 1 Stunde die Pordoischarte hoch, und dann, das ist die Hoffnung, den Querweg finden, der immer unterhalb der Sella entlang führt – bis rüber zur Franz-Kostner-Hütte.

Der Einstieg des Weges ist tatsächlich nicht schwer zu finden… im Laufe des Weges die Fortsetzung leider um so mehr. Schutt und Erosionen lassen den Weg zur Ratepartie werden, teilweise ist er durch tiefe Erosionsrinnen unterbrochen. Ein Träumchen, aber eher von der Albtraumsorte. Kurz vor der Franz-Kostner-Hütte wird es besser – bis dahin waren es 2,5 Stunden Geröll und Schutt.

Auch auf dem ersten Stück danach ist mir das Glück nicht hold. Offensichtlich hat eine Erosion die Skipiste getroffen, auf der der Weg nach unten zum Pass führt. Nach dem Motto… ist das ein Weg oder kann der weg… haben Bulldozer das Geröll schön glatt gezogen. Skipiste eben – an die Wanderer, die da runter müssen, haben sie wohl nicht gedacht.

Aber ab dem nächsten Liftabschnitt bessert sich das Bild. Die Wiesen sind gepflegter, die Wege angenehm geführt. Und so brauche ich von der Hütte keine 2 Stunden zum Passo Lungo.

Unten ist – da Montag – fast überall Ruhetag, und die Hoffnung, eine angenehme Pause in der Sonne mit Kaffee und Kuchen verbringen zu können, zerschlägt sich. Eine einzige Bar hat auf, und immerhin – es gibt einen guten Latte Macchiato und ein vom Frühstück übrig gebliebenes Brioche.

Von dort geht es entspannt und weitläufig über Waldwege Richtung Gasthaus Pralongìa, oben auf dem Berg der nächsten Alm. In den 1,5  Stunden genieße ich das Wechselspiel von blauem Himmel und tiefgrünem Wald, und später, als sich der Wald an der Alm lichtet, den Fernblick. Oben angekommen, genieße ich noch eine Sachertorte (hervorragend!), bevor ich mich an den Abstieg mache. Es dauert dann noch mal fast 2 Stunden, bis ich an dem heutigen Endpunkt in St. Kassian angekommen bin – die Wege sind zwar angenehm zu gehen, aber es zieeeeht sich.

Comments are closed