Heute verabschiede ich mich von Luxus und Komfort – die nächsten Unterkünfte sind alle miteinander Mehrbett-Zimmer bzw. Berghütten.

Trotz der langen Tour gestern geht es meinen Beinen gut, und so lasse ich es zügig bis zum Einstieg in die Berge angehen.

An der Capana Alpina angekommen, bin ich erschrocken, wie viele Autos schon da stehen, und welche Massen sich mit mir auf den Weg machen. Zum Glück sind es doch nicht so viele wie befürchtet, und die Wandergruppe mit dem etwas lustlosen Führer lasse ich recht schnell hinter mir. Allerdings wird nun der Aufstieg steil… und meine Beine ächzen etwas. Nach gesamt 1,5 Stunden bin ich oben… und von nun an genieße ich ein großartiges Panorama ohne große Anstrengung: der Weg verläuft fast flach. Ab der Abzweigung zum Dolomitenhöhenweg Nr. 1 wird es wieder lebhaft: viele meist junge Leute kommen mir entgegen, offensichtlich auf dem Höhenweg – viele Englischsprachige, aber auch Franzosen und Deutsche. Die Hütten rund um Fanes scheinen komplett gebucht gewesen zu sein…

Am Fanes-See mache ich eine Pause und genieße die Stille – ich sitze windgeschützt und in der Sonne auf der Seite des Sees, der dem Weg abgewandt ist.

Von dort sind es nur noch wenige Minuten zur Faneshütte, und zum Abstieg nach Pederü. Auch der bietet großartige Ausblicke, aber auch er zieht sich, obwohl er abseits der Fahrpiste schön angelegt ist. Endlich… die Hütte kommt in Sicht, und dann dauert es nur noch 20 Minuten bis zur Ankunft.

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