Über 25 Teilnehmer sind zum heutigen Workshop im DAV Kletterzentrum „Unterwegs“ in Bremen gekommen. Als ich vor dem Beginn aufgebaut und die Stühle hingestellt habe, hatte ich dann doch meine Zweifel, ob es nicht zu viele Teilnehmer sein könnten. Würde das vielleicht doch zu viel „Frontalbeschallung“ werden? Oder im anderen Extrem viel zu viele Fragen, die dann nicht für alle anderen relevant sind?

Es stellt sich heraus – es passt tatsächlich gut. Ich habe meinen Rucksack zu Hause so gepackt, als würde ich auf Hüttentour gehen. Die einzelnen Teile liegen nun vor uns auf dem Tisch, und wir starten mit dem, was man ohnehin am Leib trägt, wenn man auf Tour geht.

Wir diskutieren über die Vor- und Nachteile von Trinksystemen, Faltflaschen – und lachen herzlich, als ein Teilnehmer aus der Praxis von einem Rucksack mit außen liegendem Trinksystem berichtet – das allerdings eher als Regenauffangbecken dienen könnte.

Über Kleidung, nützlichen Kleinkram (Wäschleine und Outdoorseife!), erste Hilfe und Kosmetika arbeiten wir uns zu den üblichen Hüttenutensilien vor: Hüttenschlafsack und Handtuch. Gute Outdoorhandtücher brauchen zusammengerollt nicht mehr Platz als eine mittlere Kinderfaust und trocknen nach dem Duschen über Nacht – die feuchten Frotteetücher, die einem schon einmal ausgebreitet auf Rucksäcken entgegenkommen, sollten damit der Vergangenheit angehören.

Und nachdem alles wieder in meinen 26 Liter Rucksack verschwunden ist, die letzte Frage zum Material beantwortet ist und der Raum aufgeklart ist, ist es Zeit, das Spendensparschwein in Sicherheit zu bringen. Die Teilnehmer haben anstelle eines Unkostenbeitrages reichlich für die Erneuerung der Materialseilbahn der Bremer Hütte gespendet. Dafür ein herzliches Dankeschön!

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