Eine Woche später… und die Planungsvisionen (siehe letzte Woche) werden wahr… Frühlingsblüher, zwitschernde Vögel und freie Heideflächen.

Uns bietet sich schon am Freitag in Buchholz am Bahnsteig ein komplett anderes Bild als in der Vorwoche. Es ist zwar noch kalt, aber klar und sonnig. Die Wettervorhersage ist gemischt – Regen nicht ausgeschlossen – aber warm: bis zu 15 Grad sind angesagt.

Trotz des so anderen – und bahnfreundlicheren Wetters – ist der Metronom aus Bremen auch nicht wirklich pünktlich. Wir steigen gemeinsam die Treppen auf die Blaue Brücke hoch. Böse Stimmen behaupten, das sei der steilste Anstieg auf den nächsten Etappen des Heidschnuckenweges. Und was soll ich sagen… sie haben recht!

Die Strecke ist zwar objektiv betrachtet dieselbe wie letzte Woche. Subjektiv aber könnten wir uns in einer vollkommen anderen Gegend befinden: Wir blicken über weite Heideflächen. Die Rodelstrecken an Brunsberg und Pferdekopf gehören jetzt den Mountainbikern, die sie als Abfahrsstrecke nutzen. Die Hotels mit den gewohnt schönen Zimmer und dem guten Essen sind die wahren Konstanten.

Auch der zweite Tag läuft einfach rund. Wir können die Vögel im Wald hören und genießen die Sonnenstrahlen, die durch die Bäume blinzeln. Und beim Heide-Erlebniszentrum genießen wir Kaffee und Kuchen draußen. Da merken wir die doch recht lange Strecke gar nicht – oder wenn, dann erst beim Duschen im Hotel…

Und auch der letzte Tag startet sonnig. Pastor-Bode-Weg und der Anstieg zum Wilseder Berg (was man denn so Anstieg nennt) laufen sich entspannt weg. Bei Sonne und wenig Wind genießen wir die Aussicht Richtung Norden. Nach der Mittagspause ist die Versuchung groß, ins Suppenkoma zu versinken – kein Wunder, nach Heidschnuckenbratwurst und ähnlichen deftigen Leckereien. Aber drei Stunden haben wir noch zu gehen, und zwischen Heide und Spitzbubenweg wird uns die Zeit nicht lang. Auch wenn die lange Gerade auf Schneverdingen zu eine psychologische Herausforderung ist. Bei schönstem Sonnenschein laufen wir am Bahnhof in Schneverdingen ein – und haben den Kopf nicht nur voller schöner Erinnerungen, sondern auch voller neuer Tourenideen.

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