Wir kennen den Harz als wechselhaft, oft launisch – jedenfalls, was das Wetter angeht. Das war dieses Mal nicht der Fall. Im Gegenteil – strahlendes Wetter an allen 3 Tourtagen. Nur der Streik bei der Bahn macht uns zu schaffen. Die Tour ist auf An- und Abreise mit der Bahn ausgelegt.

Aber auch das schaffen wir. Wir starten pünktlich in Wernigerode. Dabei stellen wir fest, dass es gar nicht so einfach ist, als Gruppe zügig durch die Stadt zu gehen. Es locken Postkarten und das Stempelheft für die Harzer Wandernadel.

Bei angenehmen Temperaturen meistern wir den Anstieg zur Steinernen Renne und kehren am Gasthof ein. Beim Ottofelsen und den Leistenklippen – und dem Abstecher zum Trudenstein – sammeln die Teilnehmer weiter Stempel. In Schierke liegt die Jugendherberge natürlich am anderen Ende des Ortes… aber auch das schaffen wir, und essen zu Abend gemütlich beim Asiaten.

Wiederum bei schönem Wetter geht es auf dem Eckerlochstieg auf den Brocken. Und oh Wunder: der Andrang im Aufstieg hält sich in Grenzen, und auch Fahrräder auf der Brockenstraße gibt es fast keine. Im Abstieg ist das ganz anders: Uns kommen Scharen von Menschen entgegen. Das wird rund um Oderbrück besser, und auf dem Märchenweg kurz vor Torfhaus sind wir praktisch alleine. Dafür ist die Jugendherberge in Torfhaus gut belegt, und wir essen fürstlich zu Abend. Nachschlag inklusive.

Fürstlich ist auch das Frühstück am nächsten Morgen. Noch regnet es, und der Himmel ist dunkelgrau. Als wir aufbrechen, kommt auf einmal die Sonne heraus, und gut gelaunt nehmen wir die letzte Etappe in Angriff. Durch Brombeeren geht es auf dem Jägersteig nach Romkerhall. Dort erwarten uns die guten Windbeutel im – zugegebenermaßen etwas skurilen – Königreich. Das letzte Stück im Okertal geht sich wie von selbst. Und schwups, hat uns die Zivilisation wieder. Schade eigentlich.

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