Sizilien als Wander- und Tauchparadies? Wir sind diese Woche hier, um auf Entdeckungstour zu gehen und zu schauen, ob und was sich gegebenenfalls für eine nächste Tour eignet.

Mit unseren liebsten Freizeitbeschäftigungen konkurriert auf Sizilien so einiges. Sizilien ist durch seine wechselhafte Geschichte reich an Kultur und Denkmälern. Diese reichen von römischen Theatern über normannische Burgen hin zu prächtigen Barockfassaden und unglaublich prachtvollen Kirchen. Und auch landschaftlich ist Sizilien beeindruckend – mit dem Vulkan Ätna und Städtchen wie Taormina und Cefalù.

Dementsprechend – und weil das Wetter nicht ganz mitspielte – habe ich nur zwei Wanderungen gemacht – einmal rund um Taormina und auf den Monte Zoccolaro, in der Nähe des Ätnas.

Taormina fühlt sich fast an wie Venedig ohne Wasser und am Hang – viel Charme und hübsch anzusehen. Echte Wanderwege in diesem Sinne gab es nicht wirklich – eher Treppensteigen und auf befestigten Wegen gehen. Dafür waren die Ausblicke überwältigend.

Ganz anders die Wanderung im Ätna-Gebiet. Sizilien ist dafür bekannt, dass die Wege auch in den Naturschutzgebieten nicht wirklich markiert und auch zum großen Teil nicht instand gehalten werden. Der Weg auf den Monte Zoccolaro ist eine angenehme Ausnahme. Der Weg ist gut zu erkennen, weiß-rot markiert – und eine großartige Aussicht sowohl zum Ätna als auch zur Küste hin.

Im Ganzen also ein Weg, der auch dem versierten Wanderer Spaß macht… wären da nicht die Nordflanken, die jetzt mit Schnee bedeckt und steil und rutschig sind. Nach der zweiten langen Nordflanke beschließe ich, die Wanderung abzubrechen und auf dem Südhang abzusteigen. Eine interessante Wahl… Auf Komoot ist ein Weg verzeichnet, und es gibt auch Trittspuren – also ab und zu… aber markiert ist nichts. Also heißt es, sich vorsichtig heruntertasten und gelegentlich an feinsandigen Lavahängen abfahren.

Das macht dann auch Spaß, und irgendwann stehe ich unten an einem Feldweg aus Lavasand. Nach einer kurzen Pause wandere ich dann am Fuß des Gebirgsstocks zurück. Auch diesmal gibt es keine Wegmarkierungen oder Wegweiser. Dennoch finde ich dank Komoot gut wieder ans Auto zurück.

Wir kommen auf jeden Fall wieder! Ob ich aber einmal den Sentiero Italia mit 30 Etappen hier gehe… das überlege ich mir noch mal…

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