Die langersehnte Fortsetzung unserer ersten Frauentour – dieses Mal im Winter und im Harz. Natürlich hatten wir auf Schnee gehofft, und die Tour ist auch dementsprechend ausgelegt. Aber daraus wird nichts. Am Freitag haben wir 15 Grad und ein ganz kleines bisschen Sonne.

Das tut unserer Stimmung aber keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. Vorausgesagt war nämlich eigentlich Schmuddelwetter… Wir bekommen das ganze Wochenende keinen einzigen Regentropfen ab; also fast keinen.

Klimabewusst wie immer sind alle Frauen in Fahrgemeinschaften unterwegs. Wir parken die Autos in Walkenried am Bahnhof. Obwohl wir uns schon vor 9 Uhr treffen, und dementsprechend alle bereits um 6 auf der Straße waren, sind alle gut drauf. Jeder keine mindestens eine, und durch die Vorbesprechung haben sich auch alle bereits mindestens einmal gesehen.

Nach einer kurzen Bahnfahrt nach Barbis – Bad Lauterberg machen wir uns zunächst ins Ortszentrum von Bad Lauterberg auf: es besteht der Wunsch, sich noch einmal zu stärken, bevor es dann „richtig“ los geht. Die absolut richtige Entscheidung: als wir aus dem Cafè kommen, gibt es zwar noch genau 2 Regentropfen. Aber danach bleibt es trocken.

Die erste Etappe vergeht wie im Flug. Der Weg ist mal breit, mal schmal. Er führt am Wiesenbeker Teich vorbei und auf den Ravensberg. Etwas zugig ist es dort oben, aber wir haben eine wunderbare Fernsicht. An dem Märchenpark vorbei laufen wir in Bad Sachsa ein, wo wir im Haus Ingeburg eine tolle Gastgeberin und sehr gutes Frühstück vorfinden.

Nach einem Abend beim Griechen und besagtem prima Frühstück starten wir gestärkt in die nächste Etappe. Es schwingt auf und ab, meistens allerdings über breite Forstwege. Immerhin sind diese gut befestigt, wir müssen nicht durch Matsch. Vom Stöberhai genießen wir einen phantastischen Ausblick in den nördlichen Harz.

In Wieda haben wir weniger Glück mit der Unterkunft, und auch die Bäckerei hat geschlossen. Dafür gibt es abends erneut einen guten Griechen. Der hier hat sogar den Kaminofen angefeuert. Wir sitzen lange – und haben selten so gelacht!

Am nächsten Tag geht es auf die letzte Etappe. Zunächst kommen wir in das hübsch restaurierte Städtchen Zorge. Wir werfen einen kurzen Blick in die Kirche, bevor wir auf der anderen Seite des Tälchens wieder hochwandern. Nach der Mittagspause geht es dann in die Ebene, gegen Ende auf dem Eseltreiberpfad. Und wir überlegen schon, was es damit auf sich hat!

Walkenried am frühen Nachmittag ist verschlafen und bietet uns keine Einkehrmöglichkeit. So laufen wir direkt zum Bahnhof zu unseren Autos. Leicht wehmütig wird uns klar, dass wir morgen nicht weiterwandern werden, sondern stattdessen Arbeit und Büro auf uns wartet.

Die nächste Frauentour kommt bestimmt – wir sehen uns im Mai am Rheinsteig!

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